Ratgeber|Recht & Datenschutz|Werkzeuge|Entwicklungen13. Oktober 2026· 5 Min Lesezeit

DSGVO und KI im Betrieb: Aktuelle Entwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Anforderungen an den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen sind komplex. Dieser Beitrag beleuchtet die aktuellen Entwicklungen zur DSGVO und KI-Verordnung in der EU.

DSGVO und KI-Verordnung: Ein paralleles Rechtsregime

Die DSGVO bleibt für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI-Systeme weiterhin anwendbar. Gleichzeitig ergänzt die KI-Verordnung spezifische Anforderungen für KI-Systeme, die risikobasiert sind.

Wichtige Artikel der DSGVO für Unternehmen

Besonders relevant sind Artikel wie Art. 5 (Zweckbindung, Datenminimierung) und Art. 22 (automatisierte Entscheidungen). Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie diese Vorgaben bei der Nutzung von KI einhalten.

Empfehlungen zur Verwendung personenbezogener Daten für KI-Training

Die französische Datenschutzbehörde CNIL empfiehlt, dass bei der Entwicklung von KI-Systemen die DSGVO und die KI-Verordnung gleichzeitig zu beachten sind. Unternehmen sollten die Datenquelle und den Zweck dokumentieren.

Aktuelle Entwicklungen in Deutschland

In Deutschland steht die Diskussion um die Zuständigkeit für die Kontrolle der KI-Verordnung im Fokus. Die Berliner Datenschutzaufsicht kritisierte Pläne, den Grundrechtsschutz zu schwächen, was für Unternehmen von Bedeutung ist.

Österreich und die DSGVO

In Österreich gilt die gleiche Rechtslage wie in der EU. Aktuell sind jedoch keine neuen spezifischen Empfehlungen oder Urteile zur Nutzung von generativer KI veröffentlicht worden, sodass Unternehmen die nationalen Vorgaben genau prüfen sollten.

Schweiz: Eigenes Datenschutzgesetz

Die Schweiz hat mit dem revidierten Datenschutzgesetz, das seit September 2023 in Kraft ist, spezifische Anforderungen für KI-gestützte Datenverarbeitungen eingeführt. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die rechtlichen Vorgaben einhalten.

Praktische Mindestdokumentation für Unternehmen

Unternehmen sollten eine klare Dokumentation zu KI-Anwendungsfällen, Rechtsgrundlagen und Datenschutz-Folgenabschätzungen führen. Zudem ist es wichtig, Mitarbeiter über den Umgang mit personenbezogenen Daten zu schulen.

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